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baerentatze

September 2003

Der wirklichkeitsnahe Rundbrief zur Praxis und Ethik des Marketings

Inhalt dieser Ausgabe

Kommentar

Thema

Charliers Depeschen aus Digitalien

Leser, Kollegen, Wettbewerber - Links

Spottolski

Gegen den Strich gekämmt


Kommentar

Liebe Leser

 

Kitsch ist in dieser fünften baerentatze unser heißes Thema. Auch aus dem Unverfälschten entsteht im Nu der reine Kitsch. Was tut man damit, ignorieren, bekämpfen, auf die Spitze treiben? Vom Weggucken geht er nicht weg, am Widerstand wächst er und den Kitsch satirisch zu verstärken, wäre im Betriebsalltag wahrscheinlich zuviel verlangt.

Unter dem Druck der Spam- und Virenplage gedeiht RSS flotter als wir annahmen, deshalb legen wir in der Sache nach. Der Widerspruch in Fachkreisen nährt unseren Verdacht: Aus RSS wird was, eben weil es nicht in den Kram passt: Man will die Kontrolle nicht verlieren, und eben darum bleibt Illusion, was man für Kontrolle hält. RSS ist aber ein Werkzeug für Leute, die statt dem Kitsch des Entweder-Oder das Risiko des Sowohl als Auch schätzen. Die den Kunden nicht hetzen, sondern sich selbst schmücken, damit er gerne wieder vorbei kommt, auf ein Schälchen Heeßen, zum Beispiel.

Die Füße hoch zur Lektüre wünscht Ihnen Oliver Baer

 

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Thema


Kitsch ist wie Klima - immer

Kitsch ist gut für's Geschäft; aber schlecht für's Unternehmen.

Der Kitsch, den das Unternehmen produziert, strapaziert ein Vermögen, das in der Betriebswirtschaft nicht vorkommt: die Kraft sich neu zu erfinden. Bevor das Unternehmen seine Schwäche bemerkt, zapft es unmerklich die Kräfte seiner Mitarbeiter an. Sind auch ihre persönlichen Reserven erschöpft, verlassen sie das sinkende Schiff, oder sie beteiligen sich - in einer Art Angststarre - an seinem Untergang.

Was hätte das gegebenenfalls mit Kitsch zu tun? Den sturmgepeitschten Seegang in Acryl erkennt wohl jeder als Kitsch, aber dass im wirtschaftlichen Alltag fortlaufend Kitsch entstünde, erscheint vielleicht gewagt. Nach unserer Definition produzieren nämlich auch Sie (auch wir) Kitsch, wenn auch in bester Gesellschaft.

Von der Vermehrung des Kitsches lebt ein ganzer Berufsstand, das Marketing. Ohne den vermittelnden Kitsch, den das Marketing der Wertschöpfung Ihres Unternehmens hinzufügt, würden Sie im Markt nicht wahrgenommen. Dass es Kitsch ist, verantworten aber nicht alleine die Vermarkter; was im Markt angeboten wird, ist oft schon Kitsch, bevor sie ans Werk gehen.

Was immer der Anbieter dem Markt entgegen bringt, schwappt in sein Haus zurück. Mercedes macht gute Autos, und kassiert bis hin zum gebrauchten Daimler den Respekt des Marktes. Irgendwie unklar spürt man den Autos an, dass es in Untertürkheim no immr Meischdr gibd, auf di kannsch di verlasse. Man munkelt aber, sie stürben nun aus. Die Telekom, vormals Post, hat sich jahrzehntelang auf den Selbstläufer ihres Behördenkitsches gestützt. Jetzt muss sie die vergrätzten Kunden am Fortlaufen hindern. Ihr Markt hält sie gefangen, verführt sie in immer wiederholter Weise das Vorhersehbare zu tun, ihren vertrauten Kitsch zu strecken.

Antennenprobe auf Kitsch

Bei Ihnen ist das anders, Sie sind Kunden, Mitbewerbern und Öffentlichkeit immer einen Schritt voraus. Deshalb riskieren Sie nicht viel bei unserem Test. Falls aber nur eines der Beispiele Ihre Kitschantenne streifen sollte, lesen Sie bitte weiter:

"Die beste Werbung sind glückliche Kunden." (Agenturkitsch)
"Die Pflege bestehender Kundenbeziehungen ist uns ein wichtiges Anliegen." (Prospektkitsch)
"Personalisierung sorgt für zufriedene Kunden." (eMail-Marketing-Kitsch)
"Profilierte und klar strukturierte Marken, zielgruppenorientierte Gästeansprache, ein stimmiges Preis-Leistungs-Verhältnis und eine effektive Vermarktung sind heute Grundvoraussetzungen, um auf dem ständig umworbenen Gästemarkt Stammkunden zu halten und Neukunden zu akquirieren." (PR-Kitsch)
"Die Renten sind sicher." (Kitsch des Wohlfahrtsstaates)
"Give peace a chance!" (friedensbewegter Kitsch)
"Your most unhappy customers are your greatest source of learning." (Kitsch des Bill Gates)
"Demokratie ist die beste aller schlechten Staatsformen" (Kitsch der freiheitlich-demokratischen Grundordnung)
"... dazu erklingt das Requiem von W.A. Mozart" (Gedenkveranstaltungs-Kitsch)
"Ich bin stolz Deutscher zu sein." (Nationalkonservativer Kitsch)
"Ich bin stolz kein Deutscher zu sein." (Politisch korrekter Kitsch)
"Es gibt sie noch, die guten Dinge" (Manufactum-Kitsch)
"Unternehmen müssen mit ihren Kunden in's Gespräch kommen" (Kitsch der baerentatze)

Kitsch ist jedenfalls stabil, und kommt selbstverständlich nicht nur in Textblasen vor. So stilisieren sich ...

Erziehung impft nicht gegen Kitsch, eher befördert sie ihn.

... Banken als Bereiter von Wegen, als Berater mit bunten Bändern der Sympathie, als Förderer von Kunst und Eierkuchen - was sie von der Wirtschaft verstehen, bleibt im dunkeln.

... Autobauer als Schöpfer von sicheren Arbeitsplätzen - dabei fechten sie einen Verdrängungskrieg, den sie bis zum letzten Arbeiter (ihrer Lieferanten) sicher durchhalten werden.

... Parteien, Regierung und Opposition als Macher des Wandels - derweil gerät ihnen jeder Versuch zur Karikatur des Wandels. Sie bewirken nichts, sie werden bewirkt. Die Bilder des Scheins bestimmen das Sein.

Wäre demnach alles Kitsch?

Kitsch ist Erfahrung aus zweiter Hand. (Clement Greenberg)

Kitsch ist der kürzeste Weg zur scheinhaften Versöhnung des Menschen mit den Umständen. (Burghardt Schmidt)

Kitsch parodiert die Katharsis. (Claus Artur Scheier)

Kitsch wiederholt Gedanken, ohne neue hinzuzufügen.

Kitsch löst Gedankenabbilder aus, Empfindungen die sich als Gedanken verkleiden.

Einer Debatte über Kunst vs. Kitsch entziehen wir uns verschlagenerweise, wir borgen uns den erweiterten Kunstbegriff von Joseph Beuys. Nach ihm wäre die einzig relevante Kunst dieser Zeit, was wir an der sozialen Skulptur zuwege bringen, also am Körper der Gesellschaft, hier: am sozialen Körper des Unternehmens.

Joseph Beuys: "Hiermit trete ich aus der Kunst aus"

Die Skulptursache muss man nicht glauben, es genügt zu erproben, ob sie unser Denken und Handeln aus der Normalspur stößt. Falls das Marketing - Thema der baerentatze - irgend etwas bewegen sollte, und sei es nur heiße Luft, dann bewirkt es etwas nicht nur im Markt, sondern im Unternehmen, sei es unmittelbar oder auf dem Umweg über die Reaktionen des Marktes. Insofern mag die Beuys'sche Definition helfen, das Versagen so vieler Vorhaben im Marketingalltag zu ertragen und schließlich zu begreifen.

Den Kitsch um sich selbst hat Beuys ebenso flott vernichtet wie provoziert. "Käse" nannte er seine Objekte (die Fettecke usw.).

Kitschverarbeitung

Dem Kitsch rücken wir zu Leibe sobald wir uns an der Kultur unseres Unternehmens zu schaffen machen. Zum Beispiel bestätigt neuere Forschung, was der Alltagsverstand längst weiß, aber aus ideologischer Verstopfung ungern zulässt: Wo sorgfältige Rücksicht auf das Familienleben der Mitarbeiter genommen wird, leisten Betriebe mehr und verringern den Stress. Vermutlich wird an solchen Orten auch weniger gemobbt.

1968 hätten wir diesen Ansatz rund heraus reaktionär genannt.

Vertrackterweise schafft auch das Bestgemeinte seinen eigenen Kitsch, wie auch aller Widerstand einen ebenso bewegten Kitsch gebiert, aber da kommt uns Milan Kundera zu Hilfe. Für ihn ist Kitsch unvermeidbar, wie schlechtes Wetter, nur häufiger. Sein Gegenmittel ist das Bewusstsein, dass dem so sein mag, es dabei aber nicht ungeprüft bleiben müsse - womit sich das Problem zu der Frage vereinfacht, wie wir mit dem Gemenge aus Schonkitsch und Nochnichtkitsch umzugehen hätten.

Ein Kollege berichtet, dass die meisten Suchanfragen, die auf seiner Website für Personal-Dienstleistungen landen, zum Thema Mobbing gestellt werden.

Damit verdichten sich alle Definitionen des Kitsches zu einem ungnädigen Schluss: So gut wie alles was wir tun, ist Kitsch oder wird Kitsch. Wären wir damit das Problem gleich wieder los, denn was überall zutrifft, bedarf keiner Abgrenzung? Betrachten wir alleine die deutsche Reformparalyse, tun wir gut daran den Kitschverdacht erst einmal stehen zu lassen. Er könnte, in verwandter Form, auch für unser Unternehmen zutreffen, und lässt sich an der sichtbaren Politik des Alltags treffend verdeutlichen.

Milan Kundera: Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins, letzter Abschnitt: "Der Große Marsch"

Letzter Aufruf: Wir suchen Kultur, bitte melden!

Kultur gedeiht am Neuen das wir schaffen. Neu, wohlgemerkt, für den der es tut - beispielsweise indem er eigene Gedanken anfertigt. Ein solches Neues schafft Substanz, alles gedankenlos Übernommene verbraucht sie.

Dieser Ansatz würde unter anderem erklären, warum selbst das beste Produkt seinen Lebenszyklus mit dem Tod beendet, oft lange bevor der Markt vermeldet, er wäre gesättigt. Ein Unternehmen, das nicht fragt: "Wieso machen wir das hier eigentlich, und warum gerade so?" - denn im Mief des Kitsches lebt es sich ja wie die Made im Speck - bringt auch keine Belebung von Produktzyklen fertig. Und dann ist der Speck weg.

In wie weit das Unternehmen, im eigenen Saft kochend, erneuerbare Energien anzapft, wird es beim Machen erfahren und berichtigen. Es gibt aber keinen Grund auf die Impulse aus dem Markt zu verzichten als den Starrsinn, man wisse Wichtigeres zu tun. So würde es sämtlichen Kriterien gerecht, die wir zur Beschreibung der Kitschproduzenten gesammelt haben.  (ob)

Für eine Sammlung weiterer Kitschbeispiele sind Ihre Beiträge herzlich willkommen. Ergebnisse in der nächsten baerentatze.

 

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Can you English?

Kunden kapieren das Kauderwelsch nicht, womit Markenartikler eine zeitgemäße Anmutung erzeugen möchten (was offenbar nur mit Englisch gelingt), noch weniger können sie Markennamen und Slogans unfallfrei aussprechen, mit bedenklichen Folgen: Die Trendstudie 2003 von Endmark

Angenommen, Ihr Unternehmen hieße Toll Collect. Zölle zu kassieren wäre Ihre Aufgabe, sprich das automatische Einstreichen der Maut auf Deutschlands Autobahnen. Dann hätten Sie momentan andere Sorgen als Radioleuten eine Aussprache abzugewöhnen, derzufolge Sie keinen Zoll (toll) sondern zu hoch (tall) abkassieren.

Nomen est omen, würde Winnetou vielleicht sagen, auf Mescalero, das versteht sich. Vielleicht, so sinniert er, hätten wir als Zitrone firmieren sollen, als Zwiebel, Zellerie oder zonstwie. Welcher Teufel ritt uns, schon im Namen Unbilliges zu verkünden?

Wie Apachen reden, wissen Karl May-Leser.

Aber Winnetou sei getröstet: Wer sich auf englisch blamiert, schafft es auch auf deutsch, oder kanakisch. Selbst DJs die es wissen sollten, bringen kaum den Unterschied zwischen Live und Life gebacken. Kein Wunder, dass ein Quatsch wie "Drive Alive" (Mitsubishi) in deutschen Gehörgängen seltsame Krümel ablegt: 18% verstanden den Slogan, 28% glaubten ihn zu verstehen.

"Es bleibt ... zu vermuten, dass einige Unternehmen nicht wegen, sondern trotz ihrer englischen Claims in Deutschland Erfolg haben." Bernd M. Samland, Vorstand der Endmark AG

Seriöse Geschäftsleute, die Englisch zu schätzen wissen, überlegen erst einmal, ob statt des englischen ein saftiges Wort passt. Schon mal Bockmist probiert?   (ob)

 

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Formel verloren, Formel Eins

"Bis ein neues Auto den Markt erreicht, vergehen Jahre. Nicht so viel Zeit wie ein Förster voraus denken muss, aber lange genug um das Nachhaltigkeitsprinzip vor dem Verdacht zu bewahren, es ging um ökobewegte Ideologie. Das ausbeuterische Marketing der Formel Eins ähnelt dem Hyperventilieren ungeübter Jogger: Da kommt auch der beste Leumund ins Japsen.

Grand Prix-Rennen nannte man sie früher, dann wurden sie als "Formel Eins" vermarktet. Seither wird die Show vorbildlich bis ins Kleinste organisiert und der Öffentlichkeit als Paket verkauft, und zwar so teuer, dass die Zahlenden (Werbekunden, TV-Sender, Veranstalter) das Spektakel medial beschleunigen müssen. Unter allen Umständen muss genügend Publikum animiert werden, sonst rechnet sich die Chose nicht.

Diese Geldvermehrungsformel produziert Blüten wie die RTL-Reportagen von der Rennstrecke, in denen Heiko Wasser eine Menge dummes Pulver absondert, aber es bleibt ihm nichts übrig: Die Formel ist im Kern kaputt, sie verhindert, was den Rennsport rechtfertigt, den Sport beim Rennen.

Was noch ein echtes Rennen ist, kriegt der Kenner bei den Grand Prix der Motorräder zu sehen. Dort überholen sich die Fahrer immer wieder, und zwar während der Fahrt, das heißt sie tun es auf der Straße, nicht beim Reifenwechsel in den Boxen.

Siehe auch Spottolskis "Kritik des reinen Marketings"

Den Formel Eins-Unfug, der von Rennen zu Rennen erneut verspricht, was er so gut wie nie einlöst, nennt man anderswo eine Anmache. Effekthascherei geht erfahrungsgemäß eine Zeit lang gut, und so lang der Laden läuft, schaufelt die Formel Eins viel Geld um und entfaltet eine selbstlaufende Dynamik; man könnte meinen, das perpetuum mobile gäbe es doch. Also ermuntern sich die Fahrensleute des Marketing in der Überzeugung, sie wären auf dem richtigen Wege, und die Zweifler werden als Puristen abgebürstet, so ungefähr das uncoolste Etikett, mit dem einer gesehen werden mag.

In Medien, Marketing und Design werden Ursache und Wirkung durcheinander geworfen. Sie bewegen keinen Trend, sie liefern die Klamotten, die der Zeitgeist anprobiert.

Wie jede Überheblichkeit klatscht so ein Marketing umso flacher auf den Bauch, wenn seine Zeit herum ist. Sie ist es, für Schadenfreude ist es bereits zu spät, denn das Publikum, die sogenannte Zielgruppe, betrachtet sich als auf den Arm genommen, zu deutsch verarscht, was ins Marketingesische rückübersetzt bedeutet: Verheizt, verbrannt, Finger weg - rette sich wer kann!

Porsche-Chef Wendelin Wiedeking wurde kürzlich zu einer Parade der großen Marken früherer Renn-Epochen eingeladen. Vergnügten Sinnes betrachtete er sie, zeigte mit dem Finger auf die stolzen alten Namen und verkündete: "Sind alle pleite gegangen."  (ob)

Erstens, Porsche hält sich vom Rennsport seit Jahren fern. Zweitens, Porsche geht es seit Jahren gut.

 

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Charliers Depeschen aus Digitalien

 

Kennen Sie Ferengi-Design

Wie jeder Trekkie weiß, besagt die 32. Erwerbsregel der Ferengi: "Paß auf, was Du verkaufst; es könnte genau das tun, was der Kunde erwartet". Siehe die Erwerbsregeln der Ferengi.

Wie nicht jeder Kunde weiß, scheint auch eine erkleckliche Zahl Webagenturen nach diesem Leitsatz zu verfahren. Wo es um das Trendthema "Accessibility" (siehe www.webwriting.de) geht, verkaufen sie ihren (mit gutem Recht) ahnungslosen Kunden alles mögliche - nur nicht, was die erwarten. Wobei freilich zu ihren Gunsten anzunehmen ist, daß sie nicht wirklich den reißzähnigen Händlern aus den Tiefen des Weltraums nacheifern, sondern bloß ebenso ahnunglos sind wie ihre Kunden - aber mit weniger Recht.

Ist eben nicht immer drin, was drauf steht

Zugegegeben, es sind in den letzten Monaten einige Webseiten neu vorgestellt worden, die durch Beachtung der Web-Standards ihre Reichweite wesentlich verbessern konnten. Sie bieten nun dem Reisenden Geschäftsmann mit seinem Westentaschengerät ebenso wie Blinden mit dem Vorlesegerät unbegrenzten und nahezu komfortablen Zugang zum Inhalt. Das scheinen die Ausnahmen zu sein. Selbst namhafte Anbieter wie Pro-Familia, die Evangelische Landeskirche Braunschweig oder die BIG-Krankenkasse teilen per Pressemeldung stolz die Eröffnung ihrer neuen barrierefreien Website mit - wo sich dann schon beim ersten Besuch ernsthafte formale oder praktische Schwachpunkte herausstellen. Von wegen Zugänglichkeit.

Das ist deshalb so ärgerlich, weil es sich - wie auch bei den drei genannten Beispielen - vielfach um Seitenbetreiber handelt, die gar nicht verpflichtet wären, barrierefreie Seiten anzubieten. Sie wollen im eigenen Interesse wie in dem ihrer Besucher die Zugänglichkeit verbessern, sie bestellen eine entsprechende Leistung - und bekommen nicht das geliefert, was sie erwarten.

Beim Blick auf den Code der Seiten wird dann sichtbar, daß der Webdesigner gar nicht so recht darüber im Bilde ist, was Accessibility bedeutet. Als Zeichen guten Willens baut er reichlich "Access-Keys" ein - von denen jeder Fachmann weiß, daß sie in der Praxis nicht funktionieren. Aber die Überschriften zeichnet er nach alter Väter Sitte nicht strukturell, sondern grafisch aus - womit der Screenreader sie nicht erkennt. Ebenfalls grafisch angelegte Menupunkte werden zwar durch "Alt-Tags" auch für den Screenreader hörbar gemacht - aber es sind viel zu viele, die hörend nicht mehr zu bewältigen sind. Oder der Entwurf weicht - wie beim Flughafen Hamburg - auf eine "zugängliche" Textversion aus, die gerade das nicht enthält, was die Website interessant macht: Den aktuellen Flugplan.

An bösen Willen grenzt, wenn der gute Wille des Kunden mit schlechtem Webdesign belohnt wird.

Es ist nicht leicht, kein Ferengi zu sein. Und es liegt auch am Kunden, sich so weit schlau zu machen, daß er Packung und Mogelpackung unterscheiden kann.  (mc)

 

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Von Push zu Pull
RSS hilft gegen Informationsüberflutung

Nun ja: Sie zumindest hat die Baerentatze ja erreicht - und das ist inzwischen bei eMail allgemein und Newslettern im Besonderen nicht länger selbstverständlich. Die Massen von Spam und die dagegen gerichteten Abwehrmaßnahmen der Internetprovider beginnen beide, die Funktionsfähigkeit des Mail-Systems zu beschädigen.

Erstes Hindernis beim Versand eines Newslettern ist schon die Suche nach einem Dienstleister, der überhaupt bereit ist, Massensendungen zu übernehmen. Sind sie dann auf dem Wege, muß man damit rechnen, daß irgendwo unterwegs der Weg von Millionen Spams verstopft wird. Oder ein dummer Automat den Unterschied zwischen Nigeria Connection und baerentatze nicht erkennt und alles, was in größeren Mengen mit ein- und demselben Absender des Weges kommt, auf eine schwarze Liste setzt. Das wird dann von anderen Providern ungeprüft weggeworfen oder stundenlang aufgehalten.

Schwarze Listen sperren Müll

Die nächste Schwelle ist dann bei den Spamfiltern auf Empfängerseite zu überwinden, die bei mir täglich 60 und mehr Werbemails aussortieren und damit noch lange nicht alle erwischen. Letzte Hürde schließlich ist die Aufmerksamkeit und Aufnahmebereitschaft des von Viagra-Hökerern genervten Empfängers, der allzuleicht alles in den Orkus klickt, was nicht von seinen täglichen Kommunikationspartnern kommt. Kein Wunder, daß zumindest in den USA die Bereitschaft zum Abonnement von Newslettern und die Reaktionen auf ihre Angebote in diesem Jahr dramatisch zurückgegangen sind.

Newsletterabos fallen

Als Ausweg aus der Misere rücken die hier bereits vorgestellten RSS-feeds immer mehr in den Vordergrund. Was vor ein par Monaten noch wie Zukunftsmusik klang, wird zu einem ernsthaften Konzept - zumindest da, wo man Marketing nicht mit Überrumpelung und Newsletter nicht mit Postwurfsendungen verwechselt.

Das Konzept hat viele Ähnlichkeiten mit der Art von herkömmlichen Newslettern, mit denen Informationsanbieter ihren Interessenten eine kurze Nachricht zukommen lassen, daß es zu diesem und jenem Thema einen neuen Beitrag auf der Website zu lesen gebe. Diese Nachricht wird jedoch nicht mehr per Mail versandt, sondern auf der Website selbst als "RSS-Feed" abgelegt. Das ist ein XML-Format, das von einer entsprechenden Reader-Software auf dem Computer des Informations-Interessenten automatisiert abgerufen werden kann.

Der Trick: Ist der Informationskanal erst einmal eingerichtet, kommen die Nachrichten wie beim Newsletter auch pünktlich und wie von selbst ins Haus des Interessenten und laden zum Besuch auf der Website ein, sobald sich da etwas tut. Aber der Empfänger behält die volle Kontrolle. Will er die Informationen nicht mehr haben, befiehlt er seiner Software, dieses Angebot künftig nicht mehr abzurufen, und dann ist Ruhe. Mit desto mehr Aufmerksamkeit kann er sich dem widmen, was er haben will.

Kontrolle wechselt vom Anbieter zum Kunden, und bleibt dort

Die technische Entwicklung dieses Systems ist inzwischen weit voran geschritten. Die automatische Generierung der Information in XML bereitet kaum noch Probleme. Erste RSS-Reader klinken sich bereits in Mailprogrammen ein und ersparen es dem Anwender, sich ausdrücklich mit noch einer neuen Technik zu befassen. Das läuft alles (fast) wie von selbst.

Umso deutlicher wird sichtbar, daß das neue Kommunikationssystem Anforderungen stellt, die über die Technik hinausgehen. Wie knüpft man die lockeren Netze, die Sender und Empfänger verbinden? Wie weckt der Infomationsanbieter (bspw. Ihr Unternehmen) das Interesse potentieller Empfänger (Kunden) und bringt sie dazu, noch eine Software auf ihrem System einzurichten? Wie formuliert er seine "Feeds", daß sie beim Empfänger als faire Antwort auf sein Informationsbedürfnis erkannt werden? Gibt es ein Zuviel oder ein Zuwenig an Angebot - und wo liegen die Grenzen? Wie stellt sich der Empfänger, Ihr Kunde, zum eigenen Gebrauch einen Mix zusammen, der genau die Feeds mit allgemeinerem Inhalt und höherer Frequenz mit den Informationen hoher Spezifität, aber naturgemäß geringerer Veröffentlichungsfolge, kombiniert, daß er rundum zufrieden ist?

Wie den Zug anlocken ohne zu drücken?

Bei diesen Fragen - und natürlich auch bei der Schaffung der technischen Grundlagen - sind wir Ihnen gerne behilflich.   (mc)

 

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Leser, Kollegen, Wettbewerber - Links


Beobachtungen und Hyperlinks

Der beste schlechte Redner

Wichtig sei die rhetorische Vervollkommnung des Auftritts in der Öffentlichkeit, sagen die Anbieter entsprechender Seminare. Dass ihre Empfehlung stimmt, aber nicht immer gilt, lehrt uns Bismarck:

"Dabei flossen ihm die Worte nicht von den Lippen. Er gehörte nicht zu den glatten, geölten Rhetorikern. Er kämpfte mit seinem Gegenstand, setzte wiederholt an, verbesserte sich, holte Atem, sprach stockend, bis er endlich seinen Gedanken dort hatte, wo er ihn haben wollte: eingekleidet in einen schlagenden Vergleich von leuchtender. mitunter unvergesslicher Bildkraft. Bismarck war ein Redner, der sich das Reden schwer werden ließ und dennoch oder gerade deswegen zu den besten Rednern gehört, die die politische Geschichte Deutschlands aufzuweisen hat."

Dass seine Öffentlichkeit der Reichstag, d.h. keine kurzlebige, hektische TV-Öffentlichkeit gewesen wäre, ist ein schwacher Einwand. Die Mehrheit hatte er gegen sich, seinen Ruf als Redner erwarb er sich trotzdem.

Christian Zentner: Illustrierte Geschichte des Deutschen Kaiserreichs

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Monika Gauses Fundsachen

Monika Gauses Fundsachen lassen vermuten: ohne Kamera geht sie nicht aus dem Haus. Sie beguckt Lieferwagen und solche Sachen: Wo die buntesten Stilblüten des grafischen Handwerks zu entdecken sind. Vielleicht finden Sie sich wieder: "Ehrlich" und andere Fundsachen

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Nachgelachtes zum Gebremsten Marketing

In der baerentatze vom Juni hieß es: "Die Sachlichkeit des Denkers schafft viel Licht und wenig Wärme, aber es ist nicht gut Lernen in der Kälte."

Ein Leser widersprach: Wir hätten bei den Denkern besser auf die Passivität als auf die Sachlichkeit abgehoben; sie sei es, die den gesellschaftlichen Prozess gefriert. Dass die Gesellschaft auf anheimelndes Geschwätz nicht verzichten mag, versklave sie dem Small Talk. Mehr Wärme käme durch aktives Denken zustande.

Humor sei der beste Einstieg in ein aktives Denken. Die Entschleunigung per Slow Food sei zwar auch ganz lustig, aber kein Ersatz für selbst getanes Denken. Seit diesem Hinweis prüfen wir beim Kochen mit Freunden: Ich denke, darum esse ich?

Der Dalai Lama bestätigt netterweise unseren Leser: "Wenn Leute lachen, sind sie fähig zu denken." Werner Finck nennt gar Humor die Fähigkeit zu lachen, wenn uns zum Heulen zumute wäre. Ich habe dazu ein vorzügliches Seminarangebot Selbst-bewusst-komisch angenommen, worüber ich demnächst berichten werde. Es findet statt im Schindlerhof in Nürnberg vom 14. bis 16. November, Anmeldungen bei CIT, Institut für Corporate Identity & Teamentwicklung, www.cit-consult.de

Bei CIT-Consult lernen Sie den Kollegen Blochberger kennen. Er ist bekennender Leser der baerentatze, ein intelligenter Mensch.

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Touristenservice

Frage an das südafrikanische Tourismusbüro : Gibt es Killerbienen in Südafrika?

Antwort: Noch nicht, aber für Sie können wir sie importieren.

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Ein steiler Anspruch

100 % Geld-zurück-Garantie
94 % Erfolgsquote
100 % Zufriedenheit garantiert
Ärztlich anerkannt

Ist das nicht kunstvoll, in seiner proportionellen Komposition, seiner intendierten Aussagekraft, seiner an Calvin gemahnenden Zurückhaltung, klar gekennzeichnet durch den völligen Verzicht auf Ausrufezeichen, und bei alle dem so inhaltlich viel versprechend? Geradezu essteetisch!

Was guckst du?
Ich gucke Kunst.

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Ein Ezine zum nicht Versäumen

Pröbchen: "Deshalb brauchen wir die Einheitsflasche - eine Größe, eine Form, ein Material, eine Verschlussart und eine Farbe (auf keinen Fall transparent). In der Politik ist sie ja schon weit verbreitet."

Hier klicken führt zu Ezetta

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Fernes Wissen

Im Borders Buchladen am Washingtoner Dulles Airport entdeckte Kollegin Deirdré Straughan ein Buch: Was jeder Amerikaner über den Rest der Welt wissen sollte, im Regal ganz oben, kam bloß keiner dran.

Falls Sie Ihr Englisch durch Lesen aufmotzen möchten, abonnieren Sie Deirdré's Newsletter. Wunderbar geschwätzig und stilsicher, berichtet Deirdré aus Ihrem multikulturellen Leben in Norditalien

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Tapfer vermarkten - auch sich selbst

Mittelständler, Freiberufler und solche, die eine neue Position suchen, teilen eine herzliche Verachtung für die Vermarktung ihrer Produkte, ihrer Leistungen resp. ihrer selbst. Peinlich, aber notwendig, kann man Marketing auch als etwas ganz Erfreuliches erleben. Zu einem Gastbeitrag von Baer klicken Sie hier: Tapfer vermarkten - auch sich selbst.

Erfreulich heißt auch preiswert: seinen Preis wert zu sein, heißt weder billig noch teuer zu sein.

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Barrikadenbauer sammeln Werkzeug

Das Wirtschaftsmagazin brand eins stellt Visionen für morgen zur Diskussion vor. Hier wird zum Widerstand aufgerufen, und der Bürger hat nur noch zu wählen, ob wir alle samt noch tiefer ins Loch fallen, bevor wir uns besinnen, oder ob der Schlamassel genügt.

Jürgen Fuchs, von der CSC Ploenzke AG schreibt über den Umbau des Sozial- und Wirtschaftssystems: Typisch deutsch

Matthias Horx: über die Reform der Arbeitsämter; sie geht wie die Reform des Staates, auf Kosten anderer Leute wird die Wirklichkeit verdrängt: Simulanten

Schließlich ein Interview mit dem Mittelständler Max Schön, der mit ungewohnten Initiativen im heimatlichen Lübeck gute Erfahrungen vorweist. Er ist streitbarer Präsident der Arbeitsgemeinschaft Selbständiger Unternehmer (ASU), ein Mensch mit starkem Bedürfnis nach Hygiene: die Subventionspolitik steigt ihm in die Nase. Allmächtige Umverteilung

Vor dem Lesen atmen Sie durch, es duftet ein bisserl nach Pflastersteinen. Wer weiß, die nächste Revolution wird eine bürgerliche sein? Kriegen wir die Freiheit des Geistes doch noch gebacken?

Pure, schwarz-rot-goldene Nostlagie über das Drittel Jahrhundert vor 1848. Im Angesicht der heutigen Leerlaufdebatten eine Leuchtboje für ein Europa der Vielfalt statt eines Wurstkisten-Nationalstaats-Imitates.

Also, falls es los geht, während ich gerade einen Backup mache (Fangt schon mal an!): Anzuknüpfen wäre bitteschön an der Tradition, die dem Liberalismus for 200 Jahren seinen guten Namen gab, bevor er sich gleich zweifach peinlich wandelte: die Einen gingen zum Nationalliberalismus, die Anderen mutierten zum Wirtschaftsliberalismus. Heutzutage muss man als verbliebener Altliberaler schon Grün wählen - ich meine, wenn das kein Durcheinander ist!

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Tucholsky lebt

Bald siebzig Jahre tot, finden noch immer frische Blumen ihren Weg auf Tucholskys Grab im schwedischen Mariefred. Man könte meinen, er wäre wiedergekehrt, diesmal als Frau in einem Land, wo man Reinkarnationen auch nicht besser hinkriegt als hier, aber wenigstens im Bilde ist, was alles schief gehen kann:

Derselbe kühle Blick für die Lüge, der selbe kaum gezügelte Zorn über die Gewalttätigen, dieselbe stilistische Kunst, mit Worten ihre Scheinbilder zu durchlöchern.

Auch sie lebt noch, sie empfängt auch Post, aber nicht per eMail: Wen meinen wir?

Wieder gibt es wertvolle Preise nicht zu gewinnen!

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Noch was zum Thema Kapital im Septemberheft brand eins

Die Deutschen sparen, statt ihr Geld auszugeben. Dazu gibt es Erklärungen. Wir legen ein bis zwei Fragen bei:

Wieviel von dem unbewegten Geld wird weder ausgegeben noch angelegt, nur weil sich nichts Reizvolles anbietet, das zu kaufen oder darin zu investieren besonderen Sinn stiften würde?

Und wieviel von dem Geld gerät kaum in die Richtung des Sinnstiftenden, weil unsere allgemein geduldetes System auf Vergeudung und Missbrauch schlichtweg besser eingerichtet ist?

Lesen Sie auch von Wolf Lotter: Atemnot in Entenhausen.

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Verweise auf brand eins beziehen sich stets auf das aktuelle Heft. Später finden Sie dieselben Artikel unter neuer Adressen im Archiv - wohin Sie sich durchklicken können.

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Spottolski


Kritik des reinen Marketings

Bevor der Herbst das Paarungsverhalten der Marketingexperten in vertrauter Weise durcheinander bringt, haben sich Spottolski und Konsorten einen drückenden Sommer hindurch um die Frage verlustiert, was am Marketing so Sache ist.

Heraus kam ein Ansatz zur "Kritik des reinen Marketings", der jedenfalls gründlich ausgegrübelt wurde, hitzebedingt und so. Tatsächlich gebe es zum Marketing nicht viel Neues zu sagen, meint Spottolski, mit den Ohorner Katern wäre jedenfalls kein Staat zu machen.

Die Kritik als solche:

Marketing findet die Lücke, und stopft sie. Auch wo keine ist. Dazu eignet sich Dosenfutter. Knabberzeugs ist auch kuhl.

Marketing kommuniziert zwischen dem der hat, und dem der will was der andere hat, nach dem Prinzip: "Hau ab!"

Marketing macht Dinge verständlich. Dem dienen Fremdsprachen, zum Beispiel polnisch. Warum eigentlich nicht, die sitzen auch im Irak. Na also.

Marketing genügt, erstens sich selbst, zweitens muss es sein.

Marketing ist eine Wiesenschaft, oder so ähnlich, und überhaupt mega.

Marketing ist, wenn was los ist. Einer gibt an, die übrigen singen mit. Fast wie Musik, nur ähnlicher.

Im Marketing zählt, was zählt. Das sind Gegner, Miezen sowie was im Napf ist. Richtig zählen tut nur das. Was im Napf ist.

Das müsse erst mal reichen, meint der Experte. Im übrigen passe alles in einen Satz: Die Verpackung bestimmt den Inhalt.   (ob) mit (sp)

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Gegen den Strich gekämmt


Tore zum Gemeingefährlichen

 

Der Stromausfall in den USA wird unter anderem mit einem Virus in den zahlreichen Windows-PCs begründet, die selbst in dieser kritischen Schlüsselindustrie verwendet werden. Und neuerdings genügt für die Wirkung und Verbreitung von Schädlingen bereits, dass der Internet Explorer überhaupt nur installiert ist. Das heißt, Sie können zwar klugerweise Opera verwenden, und trotzdem tobt sich das Gewürm aus, über Ihren still gelegten, unbenutzten, vergessenen Microsoft Internet Explorer.

Wenn das so weiter geht, avanciert Microsoft zum Sicherheitsrisiko der Vereinigten Staaten. Es sei denn, Bill Gates betrachtete die USA als Sicherheitsrisiko seines Unternehmens.  (ob)

Wo wir sind, klappt nichts. Aber wir können nicht überall sein

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Das war's für heute!

 

baerentatze

Impressum

Deutsche Bibliothek : ISSN 1619-7909 (Web-Ausgabe)
Jahrgang/Ausgabe/Datum : 5 / 5 / 16. September 2003
Frequenz / Preis : höchstens 10x pro Jahr / gratis
Herausgeber : Dipl.-Ing. Oliver Baer
Inhalt Website : www.baerentatze.de/files/sitemap.htm
Impressum nach $6 TDG : www.baerentatze.de/files/impress.htm

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