baerentatze

Sprachspuren in Marketing, Kultur, Ethik
Wo Anglizismen dem Onleinbisiness schaden

Freitag 14 Juli 2006

Laut einer Studie der Gesellschaft für Medienentwicklung werden 80 Prozent aller Online-Bestellvorgänge von den Besuchern abgebrochen, weil sie “überfordert oder genervt” gewesen seien.

Das kann ich bestätigen. Ich alleine halte den Durchschnitt hoch. Anglizismen störten übrigens am meisten, heißt es. Warum? Weil nun mal immer mehr alte Knacker, zu denen ich nach den Kriterien des Marketings bereits zähle, eigentlich ganz gerne im Internet einkaufen würden. Und die fallen nicht auf jede englische Worthülse herein, haben die gar nicht nötig. Auch wenn sie die verstehen. Aber sie merken halt noch: Wer so quatscht, will mir an die Börse. Schon ist er abgebrochen, der Kaufvorgang.

Mehr darüber lesen Sie beim Verlag für die deutsche Wirtschaft.

Es geht auch anders. Kollege Walter Schoendorf überredete einen Augenoptiker, statt eines Newsletters mit diesem Sehbrief an die Öffentlichkeit zu treten:

Der Titel des Newsletters lautet Sehbrief


2 Kommentare für ' Wo Anglizismen dem Onleinbisiness schaden '

  1.  
    Dr. Thomas Weiberlenn
    27. Oktober 2006 | 12:46
     

    Der Sehbrief entsteht wirklich in Zusammenarbeit mit Walter Schoendorf, der sich für die Sache sehr ins Zeug legt. Der Name war seine Idee – ich bin davon begeistert!
    Ich bin in Hannover niedergelassener Arzt und beschäftige mich auf dem Gebiet der Chinesischen Medizin und Akupunktur besonders mit augenheilkundlichen Erkrankungen. Das Wissenswerte zur westlichen und chinesischen Medizin möchte ich in diesem Brief Interessierten mitteilen. Im November erscheint die erste Ausgabe unter http://www.sehbrief.de.

    Gruß, Thomas Weiberlenn.

  2.  
    27. Oktober 2006 | 13:36
     

    Lieber Herr Augenarzt,

    das ganze sieht fast wie ein Prodakt Pläissment aus (zu deutsch Schleichwerbung), aber ich versichere Ihnen und den Lesern, dass es nur eine Begründung gab, den Sehbrief zu erwähnen: Meine Verärgerung, dass nicht mir diese schöne Idee gegeben war.

    Sehen Sie, so kann selbst Neid dem Nächsten nützen. Wenn uns das nicht grübeln macht. …

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