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Absonderlichkeiten zum Marketing
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Worum es geht

Hauptereignis der Ohorner Zoffkater - Marketingexperten unter sich - ist die Hauptversammlung, der Höhepunkt der Off-Season. Wie sonst kämen sie mittem im Winter zu einer Massenprügelei?

Über den Beitrag der Zoff-Community zum Weichwarengeschäft berichtete die baerentatze unter anderem: Marketing-Tuhl auf CeBIT vorgestellt! und im Bericht über die letzte Teilnahme an der CeBIT, beide im Jahr 2000.

Dieser Beitrag ist aus der baerentatze vom Dezember 2001, die Sie am besten gleich abonnieren
 

HV mit Spottolski und Konsorten

Die Hauptversammlung 2002 der Zoff-Community ereignete sich unter der Büroterrasse der Redaktion. Wir nahmen Anteil.



Fat Cat verkündete die Tagesordnung (Ansprache, Forschung, Thunfisch, Prügelei), verteilte Ohrfeigen an die Jährlingskater, und erneuerte das Bekenntnis der Zoff-Community zu "Kampf, Krampf und Chaos, als den uneingeschränkten Prinzipien des dialogorientierten Katertums ...".

Er geriet etwas aus dem Konzept, da ihm die Miezen in der ersten Reihe auf die Pfoten starrten. "Äh, die 3K-Frage als Ausdruck des Imagetransfährs ..." hub er erneut an.

"Süß sieht er aus," flüsterte Rotauge. "Steht ihm aber gut, wenn er sich aufplustert," nickte die Weiße.

"Bin ich schon dran?" schrie Apollo. "Also, unser Bränding muss virtuell stärker im ssi-tu-ssi verankert sein." Er räusperte sich. "Kätt-tu-Kätt ist nämlich voll angesagt. Sagt mein Frauchen, die kann PC."

"Ich will Dir sagen, was die kann!" brüllte Fat Cat: "Die kann mich mal. Also, Drei Ka ..."

"Und umgekehrt wird unser Bränd vom TKP transponiert," setzte Apollo nach.

Da guckten sich die Miezen um. "Sprich weiter! Blamier dich nur!" sagte Rotauge. "Was mag das sein?"

"TKP, das ist die Tolerierung des Kunden, Punkt! Ich meine: Ausrufezeichen das heißt nein: Punkt."

"... Auf der CeBIT geht auch der Punk ab," warf Spottolski ein. "Die ist doch demnächst wieder." Er hatte im Vorjahr Beziehungen vertieft, sowohl zwischen den Hallen als auch in Kaffeeküchen sowie in Besenkammern, und so.

Davon wollten die Miezen jetzt aber nichts hören. "Und wenn dein TKP mit dem tRan poliert ist, was dann?" wollten sie wissen.

"Dann durchströmt die Realisation unseren Kunden," blökte Apollo, "dass wir gegen seine Bedürfnisse im wesentlichen nichts einzuwenden haben."

"So ist es, volle Toleranz, Punkt," murmelte im Gebüsch ein Cluster von Mittelalterlichen, denen macht keiner mehr ein X für ein H vor. "Fressen und Gefressen werden" nickte einer: "Ich frage die Maus auch immer, wie sie's gerne hätte: Halbtot, scheintot, mausetot?"

"Ich hab alle Techniken drauf, auch PC!" trumpfte ein anderer auf.

"Bevor wir ihn alle machen, kann sich der Kunde kurz äußern" bemühte sich Apollo.

"Seht ihr, das ist Oan-tu-Oan," brüllte Fat Cat. "Und Kollege Spottolski berichtet nachher aus der Forschung. Er und die Miezen mit der Pfotenreichweite sind diseinmäßig irgendwie ein Stück weit unheimlich gut vorangekommen und zum Anschleichkoeffizienten nachher gibt es dann den Thunfisch."

"dot.com, dot.com" skandierten da die Jungkater; Fat Cat prägte sich ihre Gesichter zur späteren 1:1 Abfertigung ein.

"Im Marketing," ergriff nun Rotauge das Wort, "wird das Kind mit dem Bade ausgeschüttet. Folgerichtig bedingt das im Krossmedia eine strätidschik älleienz! Ich sage nur: Lachshäppchen."

Daraufhin drängten einige zum Aufbruch. Lachs, wo? Im Unterdorf? "Wer hat Lachs gesagt?" Fat Cat rief zur Ordnung.

"Ich wär auch lieber woanders," flüsterte die kleine Weiße. "Am liebsten wäre ich eine Wildgans. Oder ein Holzfäller. Wegen der Hemden."

"Seit wann laden wir eigentlich die Miezen ein?" fragte Apollo, "Hier geht's zu wie in einer Agentur."

Dass er hinter dem Mond sei, bedeutete ihm Spottolski, "Wir sind hier voll anmiezipiert."

"Hoffentlich tut Spottolski Oan-tu-Oan erklären! Der ist immer so intellektuell," schwärmte Rotauge. Sie ist noch relativ neu im Dorf, eine Zugezogene, aber Spottolski händelte das mit bewährter Kuhlität: "Der Kunde sagt, was er möchte, wir sagen ihm wo's lang geht. 1:1, so geht das."

"Toll. Und 3K, was heißt 3K?"

"Das ist unsere Filosofie: Kurzer Kampf, ohne Krampf, der Rest ist Chaos. Oder Verdauung, je nachdem."

"Oder Vermehrung, wie ich dich kenne," ergänzte die Weiße.

"Was zählt, ist die Verzahnung mit dem Kunden. Guck hier, meine Zähne, die sind das Marketing-Super-Tuhl. Toleranzmäßig passt da kein Blatt Papier zwischen. Ueberhaupt ist Kommunikation alles," fügte Spottolski hinzu. Die Mienen der Miezen war ihm nicht entgangen.

Jedoch machte das "dot.com, dot.com" der Pubertären eine Menge Lärm, was ihnen erneut die Aufmerksamkeit des Versammlungsleiters eintrug. Folgerichtig entwickelte sich daraus die traditionelle HV-Prügelei, wenn auch zwei Tagesordnungspunkte zu früh. Deshalb kamen alle früher nach Hause als geplant.

"Geil, dieses dialogische Marketing," erläuterte Spottolski, während wir ihn mit Heilsalbe versorgten.


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