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Marketingkrankheit
Marketing wird von Systemproblemen verhindert, da muss man schon bewusst gegensteuern.
Humanressource vs. Systemressource
Worum es geht
Hemmend für das Marketing wirken sich Maßnahmen der Systemorganisation aus. Nicht nur Investitionskapital, auch Personalkosten und Aufmerksamkeit werden dem System geopfert, schließlich war es sündhaft teuer. Für personengetragenes Marketing ist der Platz erst zu schaffen.
Insellösungen können wir unter der Rubrik
Postmaterielles Marketing in modo reale
erörtern.
Nicht bierernst zu nehmen, soll es nur deutlich machen, welcher hausinterne Kuhhandel einen faulen Kompromiss ersetzen könnte.
Peilen Sie das erstrebte Organisationsideal an, teilen Sie die Wegstrecke zu diesem Ziel durch einen Divisor
d
und multiplizieren Sie das Resultat mit dem Humanfaktor
h
.
Der Divisor
d
liegt zwischen 1,5 und 2,5 je nach der Gewichtung, mit der überwiegend System- oder Humanressourcen verfügbar gemacht werden können. Den Humanfaktor
h
lesen Sie am besten als Maßzahl für die Potenz menschlicher Fähigkeit in Ihrem Unternehmen.
So liefert beispielsweise ein erfahrener Mitarbeiter hervorragende Leistung im Telefon-Support, mit einem Humanfaktor
h > 1
. Entsprechend soll
s < 1
in diesem Falle die Systemressource in's Spiel gebracht werden, sonst vernichtet sie die Humanressource durch schleichende Überorganisation.
Nutzeffekt 1
Wenn Sie Ihre Reorganisationsansprüche in diesem Sinne durchdenken, ersparen Sie sich eine Fehlinvestition in sieben- bis achtstelliger Millionenhöhe, da unter den reduzierten Ansprüchen eine fünf- bis sechsstellige Investition in Systemressourcen nicht nur hinlänglich genügt, sondern sogar überlegen ist.
Nutzeffekt 2
Unter der Voraussetzung, dass Sie Ihre Humanressourcen nicht schon zur Systemunterstützung verbrauchen, sondern Ihren Fachkräften begrenzte Systemressourcen zur Verfügung stellen, sollte der Mensch die Kontrolle behalten. Umgekehrt kann er sie (im Falle der Überinvestition) nicht behalten, weil in unserer Wirtschaft Kapital mehr wiegt als Arbeit.
Wem das nicht schmeckt, der müsste das Geld in der Wirtschaft neu definieren. Aber das haben wir erst nächsten Monat.
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