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Alles umsonst im Internet?

Bald ist Zahlemann und Söhne? Oder auch nicht, das wird man sehen.
 

Worum es geht

Das Ende der Kostenloskultur, beschrieben in der baerentatze, hier mit Gedankenstrichen fortgesetzt.


Autor ist Michael Charlier, den Sie am besten mal besuchen auf
www.kommkonzept.de,
dort steppt der Bär.

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Kostenloskultur am Ende?

Gedankenstriche

Michael Charlier

Größenwahn wäre es, anzunehmen, Ihr guter Ruf hätte sich schon von alleine nennenswert über den Kreis Ihrer zufriedenen Kunden ausgebreitet. Wenn Sie schon genug Kunden haben, ist das kein Problem: Andernfalls: Wenn Sie nicht gut im Internet über sich reden, wer wird es sonst tun? Aber bleiben Sie auf dem Teppich.

Leichtsinn ist es, dabei Zahlen, Namen und Adressen ins Spiel zu bringen. Zahlen sind absolutes No-No, und Namen gehören bestenfalls in eine Referenzenliste - aber ohne Details, die irgend jemanden auf dumme Gedanken bringen könnten. Ihre Kunden sind Ihr Kapital und sollen es bleiben.

Futterneid in Bezug auf Kenntnisse und Kompetenzen ist nicht angebracht. Schließlich bieten Sie ja kein Produkt von der Stange an, das unter anderem Etikett ähnlich bei hundert anderen zu haben ist. Das, was Ihre Kunden bekommen, lässt sich nicht über Nacht nachmachen - oder etwa doch? Dann haben Sie ein Problem, aber nicht im Internet.

Unvorsichtig ist es, wenn Ihr Internetauftritt Gesamtbilder zeichnet: von Ihrer Strategie, von Ihren Verfahren, von einzelnen Projekten. Das ist auch überflüssig. Das Internet bietet zwar auch fantastische Möglichkeiten zur Publikation von Handbüchern - aber solange Sie kein Fachverlag sind: Lassen sie es bleiben. Und andernfalls: Erst recht.

Empfehlenswert kann es dem gegenüber sein, in Momentaufnahmen zu zeigen, dass und vor allem, womit sie sich auskennen. Dazu müssen Sie nicht in Einzelheiten gehen - Hauptsache, die Richtung stimmt. Und dass es angenehm zu lesen ist.

Erfreulich für Besucher - und potentielle Kunden - ist es allemal, wenn sie auf Ihrer Website etwas bekommen, was sie gebrauchen können. Das heißt aber nicht, dass Sie jetzt unter die Veranstalter von Gewinnspielen gehen sollten. Die wollen eh nur Adressen abgreifen. Verschenken Sie etwas - am besten Zusatzinformationen, die zu Ihrem Geschäft passen, aber kein Produkt, keine Leistung ersetzen.

Motivieren Sie Ihre Besucher, sich an Sie zu wenden, wenn sie mehr wissen oder haben wollen - aber versuchen Sie es bitte nicht mit der Brechstange. Also mit halben Geschichten, die viel versprechen, aber die zweite Hälfte gibts dann nur gegen Bares. Sowas kommt nicht gut an.

Werbewirksam ist Ihr Webauftritt auch und besonders dann, wenn er dem Besucher nicht abverlangt, sich längere Zeit damit zu beschäftigen. Sie müssen Ihren Gästen nicht Alles bieten, noch nicht einmal viel. Nur das Richtige.

 
Dieser Beitrag wurde veröffentlicht
am
30. September 2001

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